• ES IST SCHWER, EIN GOTT ZU SEIN

  • VON ALEKSEI GERMAN

  • AB 27.11. AUF DVD & BLU-RAY!

 

INHALT

Eine Gruppe Historiker wurde auf einen fremden Planeten entsandt, der der Erde in seiner Entwicklung um 800 Jahre hinterher ist.
In der Hoffnung, in dieser mittelalterlichen Zivilisation die Geburt einer Renaissance hautnah miterleben zu können, mischen sich die Forscher unbemerkt als adlige Nachkommen lokaler Gottheiten unters Volk, um die dortigen Ereignisse aufzuzeichnen und zur Erde zu übertragen.

Ihre oberste Direktive dabei lautet: Bleibe unerkannt und neutral, greife niemals in das Geschehen ein und töte unter keinen Umständen einen Planetenbewohner. So weit, so gut. Doch als in der Stadt Arkanar graue Truppen plötzlich ein blutiges Pogrom gegen Gelehrte und Bücherfreunde starten, nimmt die Geschichte mit einem Mal einen völlig unerwarteten Verlauf.

Don Rumata, der vor Ort das Treiben hautnah miterlebt, fällt es dabei zunehmend schwerer, dem brutalen Gemetzel einfach nur tatenlos zuzusehen. Doch was tun als ein Gott, dem die Hände gebunden sind?

Im Vergleich zu Germans Obsessionen wirken die Filme Quentin Tarantinos zweifellos wie Märchenfilme von Walt Disney.

— Umberto Eco —

Trailer

Ein unglaubliches Monster von einem Film. (…) Man kann Aleksei Germans Opus Magnum als nichts anderes bezeichnen als ein visionäres Meisterwerk.

— Kino-zeit.de —

ALEKSEI GERMAN

Im modernen Kino gibt es nur wenige Regisseure, die sich mit Aleksei German messen lassen können – er gilt als einer der bedeutendsten russischen Filmemacher, als einer, der das Konzept von Kino revolutioniert hat. Seine außerordentliche künstlerische Integrität als Filmemacher, die ihn auf eine Stufe mit großen Meistern wie Andrej Tarkovski und Stanley Kubrick stellt, und die Übergriffe der sowjetischen Zensur, die  regelmäßig die Veröffentlichung seiner Filme verhinderte, führten dazu, dass German nur fünf Spielfilme drehte.

Sein letzter Film ES IST SCHWER, EIN GOTT ZU SEIN, dessen Fertigstellung er leider nicht mehr erlebte (er starb kurz vor Abschluss der finalen Schnitt- und Tonmischung), bildet sein Opus Magnum. Bereits 1964, kurz nach der Veröffentlichung des Romans der Strugatzki-Brüder (die auch die literarische Vorlage zu Tarkovskis STALKER lieferten), spielte er schon mit dem Gedanken einer Verfilmung des Stoffes. Doch es sollte noch 24 Jahre dauern, bis er dieses Projekt tatsächlich anging, mit der erklärten Absicht: „Mich interessiert weiter nichts mehr als die Möglichkeit, eine Welt, eine gesamte Zivilisation von Grund auf aufzubauen.“ Damit begann die Arbeit an einem Projekt, das in seinem Ausmaß in der Kinogeschichte seinesgleichen suchen dürfte: Gedreht wurde von Herbst 2000 bis August 2006 – so lange, dass einige der Darsteller aufgrund ihres Alters inzwischen verstorben waren – , gefilmt wurden überwiegend lange, komplizierte Plansequenzen, es wurden eigens Burgen in der Nähe von Prag und in den Lenfilm-Studios errichtet und die Postproduktion zog sich mehr als fünf Jahre hin. Als German dann am 21. Februar 2013 starb, glaubte kaum noch jemand an die Fertigstellung des Films, doch zu diesem Zeitpunkt fehlten nur noch wenige Kleinigkeiten in der Nachvertonung und im Schnitt. Nach Abschluss dieser Arbeiten, die seine Frau Svetlana Karmalita und sein Sohn Aleksei German Jr. nach seinen Vorgaben umsetzten, feierte ES IST SCHWER, EIN GOTT ZU SEIN schließlich am 13. November 2013 auf dem Filmfestival in Rom seine Weltpremiere.

Es ist schon erstaunlich, wie uns die Kunst des Filmemachens langsam abhanden kommt, ohne dass wir es überhaupt bemerken. Sieht man sich z.B. die Szene des weinenden Kaidanovski aus Stalker an, erkennt man sofort, wie großartig sie inszeniert wurde. Weder zeitgenössische russische noch amerikanische Filme können dieses Niveau erreichen. Film ist inzwischen nur noch etwas für Leute, die zu faul sind, das Buch zu lesen, und deshalb werden ihnen die Inhalte dieser Bücher von Schauspielern vorgesagt. Film ist eine heilige Kunst. Sie wird gerade von faulen Leuten mit leeren Augen an sich gerissen, die sich ihre Augen auch noch die ganze Zeit dabei zuhalten. Das größte Problem ist aber, dass kluge Zuschauer immer seltener geworden und immer schwerer zu finden sind.“
Aleksei German

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Eine kompromisslose und völlig extravagante Verfilmung des Science-Fiction-Romans der Strugatzki-Brüder… Ein finales Opus, das einen kaum mehr loslässt.

— The New York Times —

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Ab 27.11. auf DVD & Blu-ray!
Special Edition mit umfangreichem Bonusmaterial auf extra DVD:
* Interview mit Aleksei German Jr., dem Sohn des Regisseurs (2015)|9 Min.
* Interview mit Drehbuchautorin und Aleksei Germans Witwe Svetlana Karmalita (2014)|37 Min.
* „Aleksei German“ – Ron Holloways Langinterview mit Aleksei German (1988)|45 Min.
* „Jenseits der Kamera“ – Dokumentarfilm von Aleksandr Pozdnjakov (2009)|52 Min.
* „Germans Blutdruck ist heute 122/85″ – Dokumentarfilm von Peter Shepotinnik (2012)|43 Min.
* „Die Geschichte des Arkanar-Massakers“ – eine Würdigung von Daniel Bird (2015)|27 Min.
* Filmbegleitendes Gespräch mit Barbara Wurm und Olaf Möller
* Booklet mit einem Essay und Auszügen aus einem Interview mit A. German |42 Seiten
* Bildergalerie mit Behind the Scenes- und Setfotos

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Svetlana Karmalita, Aleksei Germans Witwe, darüber wie man den Film sehen sollte: 

Ich möchte den Zuschauern Folgendes mit auf den Weg geben: Es ist schwer, ein Gott zu sein ist ein sehr leicht zu verstehender Film. Es ist Alekseis bester Film, wie ich finde. Aber ich fand schon immer, dass jeder neue Film von ihm besser war als die vorangegangenen. Ich möchte euch Folgendes raten: seht Don Rumata einfach nur zu und versucht, sein Leben nachzuempfinden.

 

Aleksei German Jr. über den Film, den er zusammen mit seiner Mutter Svetlana Karmalita fertigstellte:

„Jedes Detail des Films entstand unter dem Vorsatz: Alles oder nichts. Zum Beispiel wurden die Schwerter im Film exakt auf dieselbe Weise hergestellt wie vor 700 Jahren. Das Leben einer mittelalterlichen Stadt wurde bis ins kleinste Detail rekonstruiert. Derartige Filme werden heute nicht mehr gemacht. Und es ist auch ziemlich fraglich, ob es in Zukunft noch einmal so einen Film geben wird. Er bildet die Spitze des Anti-Studio-Filmemachens. Die Autoren gingen nicht den geringsten Kompromiss ein. Dieser Film ist ein Zeichen des Trotzes wider die abgebrühte moderne Filmindustrie, wider die allgemeine Vorstellung davon, wie ein Film sein sollte, und wider ein vereinfachtes Bild von der Welt.“

Spieltermine

Zusammen mit Drop Out Cinema bringen wir „Es ist schwer, ein Gott zu sein“ ab dem 3.9. ins Kino!

Die aktuellen Kinotermine:
Berlin – B-Ware (21.11.)
Hannover – Kino im Künstlerhaus (ab 23.11.)
Fürth – Uferpalast (ab 20.11. bis 22.11.)
Freiburg im Breisgau – Kommunales Kino (23.11.)

Bilder & Videos

Der Roman

Die Brüder Arkadij und Boris Strugatzki zählen zu den wichtigsten Vertretern der sowjetischen Phantastik. Ihre zwischen 1959 und 1990 entstandenen 22 Romane erreichten allein in der ehemaligen Sowjetunion eine Auflage von über 50 Millionen. Neben dem 1964 erschienen Roman „Es ist schwer, ein Gott zu sein“ ist sicherlich der 1971 erschienene Roman „Picknick am Wegesrand“ durch die Tarkowski Verfilmung unter dem Titel „Stalker“ ihr international bekanntestes Werk.
Nach Anfangs eher euphorisch optimistischen Erzählungen, geprägt durch den Aufbruch ins Weltall in Ost und West, waren die Romane wie „Es ist schwer, ein Gott zu sein“ durchzogen von mehr oder weniger versteckter Kritik am real existierenden Sozialismus in der Sowjetunion. So waren die Werke der Brüder, ähnlich wie die Filme von Aleksei German, ständiger Zensur ausgesetzt und warteten Monate oder Jahre auf ihre Veröffentlichung.

Schon bald nach der Veröffentlichung von „Es ist schwer, ein Gott zu sein“ interessierte sich Aleksei German für die Verfilmung des Stoffs, die er aber nicht realisieren konnte. Mitte der achtziger Jahre, der Phase der Perestroika, wollte German erneut Anlauf nehmen, da nahm sich Peter Fleischman in der ersten westdeutsch/sowjetischen Koproduktion des Stoffs an und veröffentlichte 1989 den Film „Es ist nicht leicht ein Gott zu sein“.
Mitte der Neunziger nahm dann die Verfilmung durch Aleksei German, dem bekunden nach mit dem wohlwollen von Boris Strugatzki, endlich formen an.

 

Nicht nur ein unvergessliches, eigenwilliges Meisterwerk, sondern wahrscheinlich auch einer der Großen Filme mit ganz großem G.

— RogerEbert.com —

Filmografie

 

Ein Film, der in seiner existenziellen Wüstheit und puren physischen Wucht vollkommen ohne Vergleich ist (…) Man schaut ES IST SCHWER, EIN GOTT ZU SEIN, als würde einem unablässig gegen den Augapfel geschlagen

— Critic.de —

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